Unter Prinzipien von Studentenverbindungen versteht man in der Regel tradierte Grundsätze, welche die Satzung und das Zusammenleben einer Verbindung bestimmen.

Dem Zusammenleben der ATSV liegen fünf Prinzipien zu Grunde:

 

Das Schwarze Prinzip

Verbindungen, die sich dem schwarzen Prinzip verschrieben haben, lehnen es ab, Farben zu tragen und Mensuren auf diese Farben zu schlagen.
Farbentragend bedeutet, dass sich der Verbindungsstudent mit Bierband und Mütze intern und nach außen zu erkennen gibt.
Nichtschlagend bedeutet, dass der Bund bzw. die Verbindung es ablehnt, studentisches Fechten mit dem Schläger durchzuführen.

 

Das Lebensbundprinzip

Alle Verbindungsgeschwister sollen ein Leben lang in Freundschaft und Verbundenheit zusammenleben.
Der Reiz, der von einer Verbindung ausgeht, beruht im Großen und Ganzen auf dem Zusammenleben und Zusammenwirken von jüngeren und älteren Studenten. Dieses Zusammenleben gibt dir während deiner Studienzeit die Möglichkeit, von Erfahrungen Älterer zu profitieren und erleichtert dir damit oftmals dein Studentendasein. Dabei bezieht sich dies nicht nur fachspezifische Fragen, sondern auch auf Probleme im ganz alltäglichen Leben, wie z.B. Ferienjobvermittlung, Arztempfehlungen und Heimwerkertipps.

 

Das Erziehungsprinzip

Die Verbindung ist die Spielwiese fürs Leben. Dir werden im Laufe deiner Aktivenzeit Aufgaben und Ämter vom Konvent, dem Parlament einer Verbindung, übertragen. Dabei hast du die Möglichkeit Teamarbeit, Verbindungsgeist, Verantwortungsbewusstsein und Arbeiten im Sinne einer Gemeinschaft zu erlernen. Die älteren Verbindungsgeschwister werden dir dabei mit Rat und Tat zur Seite stehen. Du wirst lernen, Kritik zu empfangen und damit umzugehen. Du wirst aber auch lernen, Leute zu kritisieren, deine Kritik vor einer großen Menge zu äußern, sie zu rechtfertigen und gegebenenfalls auch zu verteidigen.
Du wirst sehen, wie schwer es ist, in einer großen Gemeinschaft eine einhellige Meinung zu finden. Du wirst Kompromisse eingehen und eventuell deine Meinung der Mehrheit unterordnen müssen. Du wirst auch erlernen, ganz konträre Meinungen zu akzeptieren und zu tolerieren.

 

Das Turnerprinzip

Prägte zu Beginn unserer Verbindung noch das Turnen das Zusammenleben, so ist heutzutage sicherlich das Sportprinzip der passendere Begriff, denn im Laufe der Zeit haben Mannschaftssportarten, wie z.B. Fußball, Volleyball und Basketball, das Turnen gänzlich verdrängt.
Dieses Prinzip ist besonders hervorzuheben, da sich darüber unser Zusammenhalt definiert und unsere Verbindung von anderen unterscheidet.

 

Das Bruderschafts- und Freundschaftsprinzip

Dieses Prinzip steht für unsere enge Verbundenheit und Freundschaft miteinander. Man könnte fast von einer Großfamilie sprechen. Auch bei uns gibt es gewisse Hierarchien und Verwandtschaftsgrade. Nicht etwa Großeltern, Eltern und Geschwister, sondern Leibbursche, Leibfux und Leibopa. Dies sind die sogenannten Leibfamilien.